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Gefahrgutunfall auf BAB7

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Einsatznummer:
Datum:
Uhrzeit:
Einsatzort:
Eingesetzte Kräfte:
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7
21.04.2017
18:47 Uhr
BAB7, Höhe AS Egestorf, Richtung Hannover
FF Garlstorf mit TLF 16/25, FF Egestorf, FF Sahrendorf-Schätzendorf, FF Hanstedt mit ELW, FZ Spüren und Messen, FZ Gefahrgut
Zu starken Behinderungen im Reiseverkehr kam es am Freitagabend auf der BAB7 in Fahrtrichtung Hannover. Kurz vor 18:30 Uhr platze an einem mit Gefahrgut beladenen Sattelauflieger aus Litauen ein Reifen. Unglücklicherweise durchschlugen die Reifenteile dabei den Ladeboden des Aufliegers und auch den darüberstehenden Behälter mit dem Gefahrgut. Die Flüssigkeit ergoss sich über die Ladefläche und auf die Fahrbahn.
Aufgrund der Angaben in den Ladepapieren wonach es sich um eine ätzende Flüssigkeit handeln sollte, wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Egestorf und Sahrendorf-Schätzendorf sowie der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Hanstedt alarmiert.
Unter Leitung von Hanstedts Gemeindebrandmeister Arne Behrens wurden erste Erkundungen eingeleitet. Die Polizei befragte unterdessen den russischsprachigen Fahrer des Sattelzuges. Aufgrund der Angaben des Fahrers und der Informationen in den Ladepapieren erfolgte kurz darauf eine Vollsperrung der Autobahn in Fahrtrichtung Süden. Gleichzeitig wurde die Alarmstufe für die Feuerwehr erhöht, was die Nachalarmierung des Fachzuges „Spüren und Messen“ der Kreisfeuerwehr aus Jesteburg, des Fachzuges „Gefahrgut“ bestehend aus Fahrzeugen und Personal der Wehren Maschen, Fleestedt, Nenndorf und Emsen und des Tanklöschfahrzeuges der FF Garlstorf zur Folge hatte.
Nachdem die Kräfte des Gefahrgutzuges eine Dekontaminationsschleuse aufgebaut hatten, ging ein Trupp unter Atemschutz und in Chemieschutzanzügen zum Fahrzeug vor und verschaffte sich Zugang zum Laderaum. Mit Hilfe eines Traktors mit Frontgabel wurden anschließend noch intakte Transportbehälter vom Fahrzeug entladen. Nachdem ein Zugang zum beschädigten Behälter möglich war, konnte festgestellt werden, dass sich nur noch geringe Mengen der ursprünglichen 1000 Liter darin befanden. Zudem konnte jetzt Klarheit zu dem Gefahrgut erlangt werden. Es handelte sich um verdünnte Phosphorsäure. Nachdem die ausgelaufene Flüssigkeit auf dem Fahrzeug und auf der Fahrbahn mit einem speziellen Bindemittel abgestreut worden war, übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei. Der Unteren Wasserbehörde des Landkreises obliegt nun die Entscheidung über weiterführende Maßnahmen wie zum Beispiel das Ausbaggern des Bodens neben der Einsatzstelle.
Regierungsbrandmeister Uwe Quante sowie die stellvertretenden Kreisbrandmeister Torsten Lorenzen und Sven Wolkau machten sich vor Ort ein Bild von den Arbeiten an der Einsatzstelle.
Die Autobahn blieb für mehrere Stunden voll gesperrt, was für starke Verkehrsbehinderungen auf den Umleitungsstrecken sorgte.
KPW-V Mathias Wille