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Hochwassereinsatz

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Einsatznummer:
Datum:
Uhrzeit:
Einsatzort:
Eingesetzte Kräfte:
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27.07. - 28.07.2017
14:00 Uhr
Groß Düngen, Lk. Hildesheim
Kreisbereitschaft Lk.Harburg
Am Donnerstagmittag gegen 13:15 Uhr erreichte die Zugführer der Fachzüge der Kreisfeuerwehrbereitschaft der Voralarm zu einem Hochwassereinsatz im Landkreis Hildesheim. Um 14 Uhr erfolgte die Alarmierung der Fachzüge die bis 15 Uhr die Abmarschbereitschaft in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Hittfeld herstellen mussten.
Aus der Samtgemeinde Salzhausen rückten nach einer kurzen Einweisung durch Kreisbereitschaftsführer Stephan Schick als Mitglieder des Brandbekämpfungszuges 1 das Löschgruppenfahrzeug aus Garlstorf und das Tanklöschfahrzeug aus Garstedt in das Einsatzgebiet aus. Über die A7 fuhren knapp 30 Einsatzfahrzeuge der Brandbekämpfungsszüge 1 bis 3, der Wasserförderzug, der Verpflegungszug und der Fachzug Führung&Kommunikation in Richtung Landkreis Hildesheim. Kreisbrandmeister Volker Bellmann und sein Stellvertreter Torsten Lorenzen waren bereits zur Erkundung voraus gefahren und erwarteten die Einsatzkräfte in Bad Salzdetfurth.
Dort war nach den tagelangen Starkregenfällen ein aufgeweichter Damm der Lamme – ein Nebenarm der Innerste – gebrochen. Die Wassermassen ergossen sich in die Ortsteile Klein und Groß Düngen und suchten sich Ihren Weg entlang der Bahnstrecke Hildesheim – Goslar in Richtung Innerste. Wie Einwohner von Groß Düngen berichteten, stieg das Wasser in der Bahnhofsallee und den angrenzenden Straßen innerhalb von weniger als 30 Minuten rapide an. Bei einem Pegelstand von 7,14 Metern und somit fast fünf Meter über normal, stand das Wasser 60 Zentimeter hoch in den Wohnhäusern und Gewerbebetrieben. Sämtliche Keller liefen komplett voll. Es waren mehr als 120 Gebäude betroffen, darunter mehrere Gewerbebetriebe, eine Vermittlungsstelle der Telekom und auch die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises Hildesheim.
Nach einer kurzen Einweisung durch Kreisbrandmeister Bellmann, teilte Bereitschaftsführer Schick jedem Zug einen Straßenzug zu. Der Brandbekämpfungszug 1 bekam die Straße „Alter Hof“ zugewiesen. Nach einer ersten Erkundung durch Zugführer Frank Benecke wurde den vier Löschfahrzeugen des Zuges heweils ein Gebäude zugeteilt. Die dringlichste Aufgabe war es zunächst, die Keller von Gebäuden mit Ölheizung zu lenzen, um ein Aufschwimmen der Tanks zu verhindern. Mit den leistungsstarken Pumpen der Löschfahrzeuge und einigen tragbaren Pumpen konnte gegen 20 Uhr mit dem Leerpumpen der bis an die Decke vollgelaufenen Keller begonnen werden. Mit mehreren 200 Meter langen Schlauchleitungen wurde das Wasser über den Bahndamm in einen Graben gepumpt. Hoch motiviert gingen die Einsatzkräfte zu Werke und arbeiteten sich von Haus zu Haus weiter vor. Als problematisch erwies sich dabei, dass das Wasser durch Duschen, Toiletten, Abflüsse und selbst durch die Kellerwände wieder nachdrückte. Nach Abdichten dieser Zuläufe mit Sandsäcken übernahmen in den meisten Fällen die Bewohner mit durch Notstromaggregaten gespeisten eigenen Pumpen das weitere Trockenlegen der Kellerräume.
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